Am Samstag, 12. November 2016: Tag der offenen Tür im Dorfarchiv Alsweiler.

Um das Dorfarchiv Alsweiler zukunftssicher und übersichtlicher zu gestalten, haben sich die Mitglieder des Geschichtsforums Alsweiler e.V. dazu entschlossen, alle Inhalte des Archivs, seien es Fotos und Abbildungen, Urkunden und Dokumente, Zeitungsausschnitte u. dgl. komplett einzuscannen und mittels Archivprogramm zu ordnen. Das ermöglicht langfristig ein schnelles Auffinden aller Unterlagen und bietet einen komfortablen Umgang mit den zum Teil schon vom Zerfall bedrohten Papieren. Ein ehrgeiziges Unterfangen, wenn man bedenkt, was sich selbst in einem verhältnismäßig winzigen Archiv wie dem unseren im Lauf der Jahre so alles ansammelt. Mittlerweile machen die Arbeiten sichtbare Fortschritte. Mehr als 15.000 Seiten sind bereits elektronisch erfasst und gesichert und täglich werden es mehr.

Wenn sie sich selbst ein Bild von unserer Arbeit machen möchten: Am 12. November 2016 öffnet das Archiv seine Türen und lädt alle Interessierten zwischen 11 und 17 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein.

Im Archiv entdeckt: Mord in Alsweiler!

In der St.Johann-Saarbrücker Volkszeitung vom 18. Mai 1878 wird in einem zufällig entdeckten Artikel über eine grausame Bluttat in Alsweiler berichtet, die sich damals zutrug. Es geht um ein Tötungsdelikt an der Wirtsfrau Brück, die von mehreren randalierenden und völlig außer Kontrolle geratenen Marpinger Männern erschlagen worden ist. 

Wenn Sie den ganzen Artikel lesen möchten, klicken sie einfach zum Vergrößern aufs Bild.

Neuer Dokumente-Scanner

Das Geschichtsforum Alsweiler ist nun im Besitz eines modernen Dokumente-Scanners, der in der Lage ist, Texte, Zeitungsausschnitte und Dokumente schnell in hoher Qualität zu scannen. So ist es beispielsweise möglich, das komplette Dokumentearchiv des Vereins, das unter anderem zahlreiche Geburts- oder Sterbeurkunden aus dem 19. und 20. Jahrhundert umfasst, einzuscannen und somit für die Zukunft zu sichern. Viele dieser Dokumente stehen aufgrund des Holzanteils im Papier kurz vor dem natürlichen Zerfall. Es wäre also nur eine Frage der Zeit bis viele dieser Urkunden verloren gingen.

Auch wurde ein neuer Foto-Flachbettscanner angeschafft, der eine sehr hohe Auflösung im Bildbereich liefert. Es können damit Ansichtskarten, Postkarten, Bilder oder Dias in hervorragender Qualität in elektronische Formate umgewandelt werden. Erste Ergebnisse konnten während des Dorffestes 2016 im Pfarrheim der Öffentlichkeit gezeigt werden.

Wir bitten die Bevölkerung von Alsweiler, uns alte Fotos, Post- oder Ansichtskarten zur Verfügung zu stellen, um die Geschichte des Dorfes breit dokumentieren zu können. Wenn sie uns ihre Bilder nicht überlassen möchten, können sie diese nach dem Scannen selbstverständlich zurück erhalten. Ein Überlassungsschein garantiert ihnen die unversehrte Rückgabe ihrer Bilder oder Dokumente.

Strukturierter Aufbau des Dorfarchivs hat begonnen

Am Samstag, den 28. Februar 2015, trafen sich Mitglieder des Geschichtsforums Alsweiler und eine Gruppe um Edgar Kreuz, die eine allgemeine Fotosammlung zu Alsweiler anlegen werden, zu einem ersten konstituierenden Gespräch bei Edgar Kreuz.

Nachdem die Gruppe bereits Anfang Januar das Landesarchiv Saarbrücken besucht hatte und dort von der Archivarin Frau Frick umfassend über die Funktion und den Aufbau eines Archivs unterrichtet wurde, ging es nun um die praktische Umsetzung in unserem Dorfarchiv und in der geplanten allgemeinen Fotosammlung. Hierzu konnte Tom Störmer als Beraterin Frau Kathrin Schmidt vom Stadtarchiv Saarbrücken gewinnen. Frau Schmidt legte im vergangenen Jahr ihre Prüfung ab. Beachtlich dabei: Sie erzielte bundesweit das beste Ergebnis und wurde sowohl in Berlin als auch in Saarbrücken dafür ausgezeichnet.

Frau Schmidt erläuterte uns den zukunftsorientierten und sinnvollen Aufbau eines Archivs unter der Prämisse, dass sich auch zukünftige Generationen ohne umfassende Einführung sofort in dem Archiv zurechtfinden. Weitere wichtige Aspekte waren das Anlegen von Sammlungen, das Vergeben sog. Signaturen und deren Inhalte. Frau Schmidt erläuterte uns das sehr praxisnah und diskutierte mit uns etliche Fallbeispiele. Der Aufbau des Dorfarchivs Alsweiler folgt also zukünftig sog. internationalen Standards. Edgars Gruppe hatte dahingehend bereits beachtliche Vorarbeit geleistet und in Eigeninitiative auf Basis des Computerprogramms »access« Masken erstellt, mit denen sich – unter Berücksichtigung der besprochenen Details und einiger Änderungen – ein praktikables und sinnvoll gegliedertes Archiv aufbauen lässt.

Ein großer Vorteil dieses Archivs ist es, dass unterschiedliche Leute parallel arbeiten können und die Ergebnisse zu jedem Zeitpunkt in einer zentralen Datenbank zusammengeführt werden können. So kann die Gruppe um Edgar unabhängig vom Geschichtsforum ihre Fotosammlung aufbauen. Wir können unser Dorfarchiv einpflegen und zum Schluss profitieren alle von allen. Das ist ein unglaublich hilfreicher Fortschritt im Archiv des Vereins.

Weitere Treffen der Gruppe sind geplant und sollen abschnittsweise zur Abstimmung von Detailfragen stattfinden. 

Der Aufbau einer derartigen Datenbank wird dennoch Jahre in Anspruch nehmen. Wichtig jedoch ist, dass ein Anfang gemacht ist und es nun einen Standard gibt. Wie hilfreich das in Zukunft sein wird, wird uns sicher erst in ein paar Jahren umfassend bewusst werden. 

Geschichtsforum Alsweiler e.V.

Ansprechpartner

Tom Störmer

Telefon 06853.502380

Bernd Brill

Telefon 06851.939883

Führungen durchs Hiwwelhaus

Bernd Brill

Telefon 06851.939883