Die Posthalter und Briefträger in Alsweiler

Die Posthalter in Alsweiler

  1. Johann Brill (1819-1900, FBA 177), Gastwirt und Ortsvorsteher. Die Posthilfsstelle befand sich in seinem Gasthaus (das später von Nikolaus Staub, genannt »Storze«, weitergeführt wurde.) Im Hinterhof gab es einen Pferdestall für die Postpferde der Strecke St. Wendel –Tholey – Saarlouis sowie eine Kammer für die Übernachtung der Fahrer.
  2. Wilhelm Weber (1881-1970, FBA Nr. 1161) übernahm die Posthilfsstelle (um 1900), zunächst ebenfalls in der Gaststätte Brill, später wurde sie in sein neu erbautes Wohnhaus (Nr. 134a, heute Richtstraße 6) verlegt. Da die Straße nicht ausgebaut war, musste der Postwagen in der Hauptstraße halten, und die Post wurde zu Fuß zur Poststelle gebracht.
  3. Vor dem 1. Weltkrieg wurde die Posthilfsstelle etwa ein halbes Jahr lang (Herbst 1910 bis Frühjahr 1911) von Gastwirt Nikolaus Trapp (1858-1937, FBA 1143) betreut.
  4. Nikolaus Peifer (1872-1954, FBA 794-9) übernahm die Posthilfsstelle 1911 und führte sie ab 1914 als Postagentur bis 1949 in einem Raum seines Wohnhauses in der Marpinger Straße 2.
  5. Agnes Recktenwald-Theobald (Enkelin von Nr. 4) leitete die Postagentur im gleichen Raum von 1949-1960 weiter.
  6. Angela Rauber (Tochter von Josef Rauber, FBA 837-3), Tholeyer Straße 44, war Inhaberin der Postagentur von 1960 bis 1981.
  7. Ihre Nichte Ingrid Neis-Volz, übernahm die Postagentur 1982 und führte sie als Poststelle 1 (das heißt ohne Zustellung) in den gleichen Räumen weiter bis zum Jahre 1996.
  8. Ohne Unterbrechung wurde der Postdienst dann von der Verkaufsstelle der Bäckerei Gillen, Tholeyer Straße 34, übernommen und als Postservicestelle bis 31. Juli 2011 geführt.
  9. Anschließend versah Maritta Jung für etwa 10 Monate den Postdienst.
  10. Stefan Nonnengard, Reitersberg 19, leitet die Postservicestelle seit dem 8. Mai 2012 bis heute.

Briefträger in Alsweiler

Bis 1914 waren die Posthalter zugleich Briefträger. Als die Posthilfsstelle in eine Postagentur umgewandelt wurde, hat ein eigens eingestellter Briefträger diese Arbeit übernommen. Die ersten Briefträger sind uns namentlich nicht bekannt. Vielleicht kann der eine oder andere Alsweiler Bürger Personen nennen, die zwischen 1914 und 1930 dieses Amt ausgeübt haben.

Namentlich bekannte Briefträger in Alsweiler waren:

  1. Johann Brill, genannt Môure Johann, (1866-1953, FBA 215), Ringstraße 27. Er hat vermutlich seit seiner Pensionierung als Bergmann (um 1931) bis 1941 den Alsweiler Familien die Briefe gebracht.
  2. Nach Beendigung dieser Tätigkeit führte sie sein Enkel Adolf Backes, der gerade aus der Schule entlassen war, kurzfristig (bis zu seiner Einberufung) weiter. Dann wurde
  3. Irmgard Hoffmann-Böffel (Tochter von Wendel Hoffmann, FBA Nr. 462-1) Briefträgerin (von April 1942 bis Mai 1945).
  4. Nach Kriegsende hat Franz Hewer (Sohn aus Familie FBA 421) die Post in Alsweiler ausgetragen.
  5. Außerdem haben Mathilde Wolter-Hubertus, Alfons Kuhn (ganze Stelle) und Josefine Theobald (halbe Stelle) diesen Beruf zeitweise ausgeübt.
  6. Als auswärtige Briefträger waren in Alsweiler tätig: Fritz Schnur, Nikolaus Dörr, Martin Saar, Brigitte Kopp-Buchholz, alle aus Marpingen, Hildegunde Wagner aus Winterbach und Dieter N. N. aus Dirmingen.

Geschichtsforum Alsweiler e.V.

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