Werden Sie Buchpate oder Sponsor!

Unter dem Titel »Frösche sind kein Fleisch!« erscheint im Herbst ein neues Buch von Rudi Kuhn zur Alltagskultur der 1950er und 1960er-Jahre.

»Frösche sind kein Fleisch!« – unter diesem auf den ersten Blick ungewöhnlichen Titel erscheint im Herbst dieses Jahres ein Buch, dessen Herausgeber das Geschichtsforum Alsweiler e.V. sein wird.
Der Autor des Bandes, Rudolf Kuhn, geboren 1948 in Alsweiler, studierte Elektrotechnik und Wirtschaftswissenschaften. Er arbeitete bei der Deutschen Telekom im höheren Dienst in unterschiedlichen Führungspositionen im In- und Ausland, davon ein Jahr lang in Paris. Als Projektmanager in internationalen Telekommunikationsprojekten war er u.a. in den großen ausländischen Metropolen wie Madrid, Paris, Rom, Moskau und Peking tätig. Kuhn lebt heute in Darmstadt.
Am Beispiel seines Geburtsortes Alsweiler beschreibt Rudolf Kuhn in seinem Buch die Zeit der 1950er- und 60er-Jahren, also die Zeit des Aufschwungs und des Wirtschaftswunders. Es gab Geschäfte, Handwerksbetriebe, Gaststätten, Vereinsleben, Feste und ausgeprägte soziale Kontakte. Eine beträchtliche Anzahl von Arbeitsplätzen gab es im Dorf. Neue Häuser wurden gebaut, alte modernisiert. Die Straßen bekamen eine Asphaltdecke. Mopeds, Motorräder, Traktoren und Autos wurden gekauft. Elektroherde, Kühlschränke, Waschmaschinen, Musiktruhen und Fernsehgeräte waren bald Bestandteil fast jeden Haushalts. Das Kino in Marpingen und Ende der 50er-Jahre die zunehmende Präsenz der Fernsehgeräte in den Privathaushalten weiteten die Sicht der Bürger. In den 60er-Jahren waren Petticoat, Hula-Hoop-Reifen, Schlaghosen und Minirock im Straßenbild präsent. Es war eine quirlige Zeit des Umbruchs, die sich auch im Musikgeschmack der jungen Leute abbildete. Ab 1965 traten einmal im Monat samstags im »Beat-Club« englischsprachige Gruppen auf. Die Begeisterung für diese Art der Musik führte dazu, dass der Autor selbst 1966 die Beat-Band »The new generation« gründete. In dieser bewegten Zeit ist er aufgewachsen, die von älteren Leuten oft mit Argwohn beobachtet wurde. Nach dem Abitur verlässt er 1969 das Dorf, um ein Studium in Aachen zu beginnen.
Ab dieser Zeit bis heute war er nur noch zu Kurzbesuchen im Abstand von vier bis acht Wochen an Wochenenden in Alsweiler. Über gut 40 Jahre hinweg beobachtet er die schleichende Veränderung in Sprache, Brauchtum und Lebensweise. Auffallend war die Abkehr von der hauptsächlich bäuerlich geprägten Lebensweise, die Abnahme der Beschäftigten in Kohlebergwerken, Eisenhütten und bei örtlichen Handwerksbetrieben, der Rückgang von Handel und Gewerbe, die Veränderung im Brauchtum und der Rückgang der sozialen Kontakte. Bei seinen Besuchen in Alsweiler sprach er mit Bekannten darüber, wie es früher einmal war. Dabei fiel ihm auf, dass bisher sehr wenig über das Dorfleben in der 50er- und 60er-Jahre systematisch aufgeschrieben und mit Fotos dokumentiert worden war. Das nahm er zum Anlass, über die beiden Jahrzehnte seiner Kindheit und Jugend ein Buch zu schreiben. Den Titel Frösche sind kein Fleisch! wählte er, weil das Fröschefangen im Monat März für einige seiner Schulkameraden und für ihn eine der Hauptattraktionen des Jahres war. Nach den damals geltenden, strengen katholischen Fastenregeln war es im Allgemeinen untersagt, während der Fastenzeit Fleisch zu essen. Da aber der Klerus erklärte, dass alles, was im Wasser lebt, kein Fleisch sei, durften Froschschenkel, sogar am Karfreitag, in großen Mengen verzehrt werden.
Brauchtum und Lebensweise waren im Saarland im Großen und Ganzen ähnlich wie in seinem Heimatdorf Alsweiler. Es gab örtliche Besonderheiten und auch begriffliche Abweichungen. In diesem Buch werden Brauchtum und Lebensweise so beschrieben, wie sie in Alsweiler ausgeprägt waren. Die Darstellung erfolgt über den Jahreszyklus hinweg. Einzelne Dokumentationen aus unterschiedlichen Jahren werden so einsortiert, wie sie im Jahresablauf vorkamen. Dokumentationen, die keinen direkten Bezug zu einem Monat oder zu einer Jahreszeit haben, sind nach Gutdünken zwischen zeitlich festgelegten Dokumentationen eingeschoben.
In zahlreichen Sondierungsgesprächen mit Zeitzeugen unterschiedlichen Alters haben sich die wesentlichen Themen für dieses Buch herauskristallisiert. In den Interviews konnte er die Freude der befragten Personen verspüren, dass endlich jemand das aufschreibt, was in den 1950er- und 60er-Jahren der Alltag war und welche Besonderheiten es im Jahresablauf gab. In stundenlangen Interviews erzählten die Befragten von der Vergangenheit, als wäre es gestern gewesen. Die Beschreibung von Brauchtum und Lebensweise wird durch persönliche Erlebnisse der Zeitzeugen ergänzt. Die Benutzung alter Ausdrücke und Redensarten verleihen den Dokumentationen Authentizität. Am Ende des Buches findet der Leser ein Wörterverzeichnis in Alsweiler Platt, das all die Wörter erklärt, die in diesem Buch verwendet werden und die der Autor während der Interviews von älteren Zeitzeugen neu kennengelernt hat. Viele Themen sind so aufbereitet, dass dem Leser Information und Unterhaltung gleichzeitig geboten werden. Es wird nichts beschönigt, es ist alles so aufgeschrieben, wie es früher wirklich war.

Das reich bebilderte Buch ist für das Geschichtsforum Alsweiler e.V. ein sehr bedeutendes und wichtiges Werk in seiner Dokumentationsreihe (bisher 15 Bände erschienen). Der Band erfordert neben großem persönlichen Einsatz auch erhebliche Geldmittel. Wir haben uns daher dazu entschlossen, einen neuen Weg zur Finanzierung auszuprobieren.
Wir bieten erstens die Möglichkeit eines Sponsorings. Das bedeutet, dass Sie mit Ihrer Institution oder Ihrem Unternehmen 500,00 Euro oder mehr zur Realisierung des Projektes zur Verfügung stellen. Als Gegenleistung bieten wir ihnen an, dass Sie fünf oder mehr (abhängig von der Höhe ihrer Förderung) signierte Bücher erhalten und mit ihrem Logo an bedeutender Stelle im Buch erwähnt werden.
Zweitens bieten wir die Möglichkeit einer Buchpatenschaft. Das bedeutet, dass Privatpersonen, Freunde, Bekannte, an dem Projekt Interessierte mit einer Spende die Realisierung dieses Werkes
fördern. Bei Spenden von 50,00 oder mehr Euro erhalten Sie nach Drucklegung ein vom Autor signiertes Buch und einen Eintrag in die Buchpatenliste im Buch mit Ihrem Namen und Ihrem Wohnort.

Geschichtsforum Alsweiler e.V.

Ansprechpartner

Tom Störmer

Telefon 06853.502380

Bernd Brill

Telefon 06851.939883

Führungen durchs Hiwwelhaus

Bernd Brill

Telefon 06851.939883